CHINESE IMPRESSIONS

REN RONG (Skulpturen) und JIA ZHOU (Malerei)

Ausstellung vom 22. Februar bis 5. April 2018 im ARTLETstudio Karlsruhe

VERNISSAGE am 24.2.2018 ab 19:00 Uhr

Parallel zur ART KARLSRUHE möchte das ARTLETstudio seinen Besuchern die Arbeiten zweier chinesischer Künstler näher bringen. Zusammen mit der GALERIE KUNSTBROEDERS aus Amersfoort, welche auf chinesische Kunst spezialisiert ist, zeigt CHINESE IMPRESSIONS (22. Februar – 4. April 2018) Skulpturen von Ren Rong sowie Malerei von Jia Zhou.

Für den in China und Deutschland lebenden und arbeitenden Künstler Ren Rong besteht die wichtigste Aufgabe seines Lebens darin, „lebendiger Teil des ständigen Wandels der Welt zu sein und dabei Menschen durch meine Kunst miteinander und mit der Natur in Verbindung zu bringen, ihnen positive Lebensenergie zu schenken.“
Der Künstler sammelt und skizziert Worte, Situationen, Gedanken, Buchpassagen usw. in einem Bildertagebuch, aus welchem die Ideen zu meterhohen Bildstelen werden, in denen sich mehrere Gedanken verbinden – sie sind Sinnbilder von Assoziationsketten, von gedanklichen oder thematischen Sinneinheiten.

Aus 13 mm starken, 280 – 300 cm hohen Stahlstelen erwachsen seine Pflanzenmenschen, welche er seit beinahe 20 Jahren stetig weiterentwickelt. Sie sind Mischwesen aus floralen und menschlichen Formen, phantastische Gestalten, die aus Augenhänden, Blumen, aus mythischen Tieren mit Doppelköpfen, vierarmig oder -brüstig zusammengesetzt sind; sich verwurzelnde Figuren und Formen, inmitten einer Metamorphose. Die Darstellungen weisen Ähnlichkeiten zu Elementen der chinesischen Schriftkunst auf, gleichzeitig erinnern sie an „Landkarten“ voller Symbole und Verweise, sowohl östlicher und westlicher Kulturen, als auch früherer Hochkulturen in Ägypten, Griechenland, im alten Rom,  der Kultur der Inka und Maya, der indischen, iranischen oder irakischen Mythologie. Seine Arbeiten sind ein Stück Weltgeschichte, sie vereinen die Gegenwart mit der Vergangenheit und der Zukunft und zeigen Ausschnitte des großen Ganzen, des Lebens.

In den Werken der Malerin Jia Zhou treffen Elemente des traditionell-realistischen chinesischen Stils auf moderne Neuerungen und Entwicklungen zeitgenössischer Strömungen. So entsteht aus anfänglich als gegensätzlich Empfundenem – der traditionellen Pinselführung und Darstellungsform einerseits und der modernen Inhalte andererseits – eine interessante Symbiose, der eigentliche Inhalt, den es zu interpretieren bzw. zu erschließen gilt, steht gleichberechtigt neben der bloßen Ästhetik der Darstellung selbst. Jedes Werk hat sein eigenes Leben, es keimt aus einem kleinen Gedanken ein sich stets erweiterndes Konzept, welches zunächst erdacht und entwickelt wird, um schließlich in einer physischen Form real zu werden. Der Werkprozess entsteht dabei von Pinselstrich zu Pinselstrich. Jia Zhou ist es ein wichtiges Anliegen, sich nicht als ÄnhängerIn einer bestimmten Kunstschule zu verstehen, sondern ihren eigenen, freien, sich immer weiterentwickelnden Stil zu finden, sich also mehr nach ihrem eigenen Können und ihrem eigenen Ausdruck zu richten, als fremden Formalien zu folgen.