AusstellungSlider-Pflanzenmenschen

»Pflanzenmenschen«

Ren Rong

Ausstellung vom 31.08. – 29.09.2018 – [ARTLETstudio | Münster]

Vernissage am Freitag, dem 31.08. um 19:00 Uhr

Alle Jahre wieder steht das erste Septemberwochenende in Münster ganz unter dem Motto „Schauraum“. Das dreitägige Event, welches Donnerstags eröffnet wird und am Samstag in der „Nacht der Museen und Galerien“ gipfelt, bietet sowohl Münsteranern als auch den zahlreichen Gästen die Möglichkeit, die Stadt und ihr facettenreiches Kulturangebot in besonders festlichem Rahmen neu zu erleben. Am Samstag, dem 01.09. öffnen 44 Ausstellungsorte bis 24 Uhr ihre Türen und warten mit individuellem Rahmenprogramm auf. (weitere Infos unter www.stadt-muenster.de/tourismus/veranstaltungen/schauraum.html oder im ausliegenden Sonderheft)

Zum Schauraum Münster 2018 präsentiert das ARTLETstudio in der Räumlichkeit am Verspoel den chinesischen Künstler Ren Rong, während das ARTLETdepot in der nahegelegenen Harsewinkelgasse 21 dazu einlädt, weitere KünstlerInnen aus Europa und Asien kennenzulernen.

Ren Rong gilt als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Künstler chinesischer Herkunft. Für sein Werk bezeichnend sind seine fröhlichen Pflanzenmenschen, welche er seit 20 Jahren kontinuierlich weiter entwickelt. Ob als Stahl- oder Eisenskulptur, glänzend silber oder matt rost-rot, als Holz- oder Scherenschnitt, Frottage, Aquarell oder Druck, in Holz, Lack oder Wachs – die konstruierte Figur zieht sich durch sein gesamtes Werk und ist mittlerweile zu seinem Markenzeichen geworden.

Konzeptioneller Ausgangspunkt ist des Künstlers Bildertagebuch, in dem er Worte, Situationen, Gedanken, Buchpassagen u.ä. sammelt und skizziert. Aus diesem erwachsen die Ideen zu (teilweise meterhohen) Bildstelen, in denen sich mehrere Gedanken zu einem Thema verbinden. Den Kern der Darstellung bilden phantastische Mischwesen, die aus floralen und menschlichen Formen zusammengesetzt sind. So entstehen z.B. mystische Gestalten, vierarmig oder -brüstig, oder Tiere mit Doppelköpfen. Die rahmenden Ranken und Zeichen weisen Ähnlichkeiten zu Elementen der chinesischen Schriftkunst auf.

Die Darstellung erinnert mit unter an „Landkarten“ voller Symbole und Verweise. Was in der westlichen Welt vielleicht als unvereinbar wahrgenommen wird oder sich thematisch ausschließt, wird der chinesischen Denktradition (Daoismus) entsprechend nicht nur als gleichberechtigte Ergänzung gesehen, sondern ist regelrecht Bedingung. Man kann als Betrachter nur über die gelungene Mischung von Vertraut- und Fremdheit staunen. Die Darstellung ist gerade so vertraut, das sie neugierig macht, so fremd, das wir sie nicht ganz erfassen, also schwer verurteilen oder ablehnen können.

Zur Nacht der Galerien und Museen am Samstag, dem 01.09. empfangen wir Sie natürlich bis 24:00 Uhr.