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»A SYMBOLIC SUMMER«

PAVEL GULIAEV, DOMINIK SCHMITT, FERNANDO SUAREZ, BENJAMIN BURKARD, SONJA TINES,
MARC GIAI-MINIET und PHILIPPE TIMMERMANS

Ausstellung vom 19.07. bis 26.08 – [ARTLETstudio | Münster]

Vernissage am Donnerstag, dem 19.07. um 19:00 Uhr

Im Sommer präsentiert das ARTLETstudio sieben sehr verschiedene Künstler. Aus Karlsruhe
kommen der junge Maler DOMINIK SCHMITT und sein Studienkollege BENJAMIN BURKHARD, die bereits beide einige ihrer Werke im ARTLETstudio gezeigt haben.
Beide Künstler haben dank ihres sowohl künstlerisch als auch naturwissenschaftlich ausgerichteten Studiums einen ähnlichen Ansatz, den sie auf ganz unterschiedliche Weise interpretieren.

Dazu gesellt sich die deutsch-italienische Künstlerin SONJA TINES, deren surrealistische Bildwelten vielen Besuchern schon bekannt sein dürften und die zeitgleich auch im Kunstraum Villa Friede in Bonn zu sehen sind.

Der aus Moskau stammende Maler PAVEL GULIAEV lässt in seinen großformatigen Ölgemälden
den Geist von Brueghel wieder auferstehen. Seine Art der Darstellung bezeichnet er als „subjektiven Realismus bzw. Symbolismus“. Seine Bilder sind zum ersten Mal im ARTLETstudio zu sehen.

Den Malern zur Seite stehen der spanischen Bildhauer FERNANDO SUAREZ, dessen kraftvolle Skulpturen gemeinsam mit den bronzenen Titanen des Belgiers PHILIPPE TIMMERMANS den dreidimensionalen Teil dieser Ausstellung dominieren. Beider Schaffen charakterisiert die bemerkenswerte Kenntnis um die anatomisch korrekte Wiedergabe des menschlichen Körpers in Aktion.

Wenn es um Symbole und Verweise geht, kommt man an den hölzernen Boxen des Franzosen MARC GIAI-MINIET nicht vorbei. Bereits zum Schauraum des vergangenen Jahres staunten die Besucher über seine zahlreichen Hinweise auf geschichtliche, literarische oder mythologische Begebenheiten.

Auch wenn die Künstler in puncto Stil und Ausführung unterschiedlicher nicht sein können, so ist ihnen doch die Verwendung zahlreicher symbolischer Verweise auf inhaltlicher Ebene gemein.

Historisch bezeichnet der Symbolismus eine Kunstströmung des ausgehenden 19. Jahrhunderts, welche den Zugang zu unterbewussten Prozessen, zur seelischen Tiefe suchte und in folge dessen die erfahrbare Realität hinterfragte. Neben Motiven der antiken Mythologie und biblischer Allegorien ist vor allem die Dualität zwischen „Gut und Böse“, z.B. zwischen den als positiv oder negativ angesehenen Teilen der Seele, vorherrschend.
Das wesentliche Merkmal dieser Art der Darstellung besteht darin, die Themen nicht direkt offen zu legen, sondern sie, wie der Name schon sagt, symbolisch anzudeuten, sodass die Offenlegung der Ansätze vom Betrachter quasi „übersetzt“ werden muss. So entstehen bemerkenswert multidimensionale Bildwelten, in denen realistische Elemente auf surrealistische Kreaturen oder eben symbolische Attribute treffen. Im Symbolismus ist der Künstler die zentrale Figur, sein Wesen, seine Empfindung, sein Denken steht dabei im Vordergrund. Der Künstler drückt hier keine Gefühle aus, sondern eher sich selbst, wobei er mit Hilfe von Symbolen eine andere Welt erschafft. Mitunter wird der Betrachter, der ohne jegliche Grundkenntnisse über die Epoche oder das Leben des Autors an ein symbolistisches Werk herangeht, es schwer haben wird, den Sinn der einzelnen Verweise konkret zu erfassen.