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DOMINIK SCHMITT – Malerei und Objekte

Ausstellung vom 19.01.2019 bis 09.03.2019 – [ARTLETstudio | Karlsruhe]

Vernissage am Samstag, dem 19.01.2019 ab 15:00 Uhr zum Galerientag in Karlsruhe

Die Malerei von Dominik Schmitt beschäftigt sich mit existenziellen Fragen, die in einer sehr surrealen und traumhaften Malerei münden: Wer bin ich? Wieviele bin ich? Woher stammt mein Ich und, wie definiere ich mein Ich, UND was bedeutet meine umliegende Welt? Diese Fragen bilden das Fundament seiner großformatigen Ölgemälde, die in ihren Dimensionen und in ihrer Tiefe an Historienbilder oder in ihrer Handschrift an den Manierismus anklopfen.

Im Fokus stehen meist Hybride, die aus einer Symbiose aus Menschen und Tieren bestehen. Die Hybride sind akribisch ausgeführt und eröffnen zu Teilen in Innerstes; Organe und Innereien werden freigelegt. Schmitt ermöglicht ein Sehen, das von Außen nach Innen wandert. Während des Studiums der Malerei beschäftigte sich Schmitt mit der Biologie und der Anatomie von Lebewesen. Diese Studien führte er anhand von Arbeitsblättern durch, die auf einigen Gemälden auf dem Grund der Leinwand zu finden sind.

Ideenfindung der Gemälde und ihre Realisierung sind allesamt auf dem Bildträger vereint. Schmitt erzählt Geschichten anhand unterschiedlicher Nebengeschichten im Bild. Meist muss man das Gesehene erst sortieren und in Zusammenhang bringen. Diese Überlappung verdeutlicht den Zeitgeist und ihre damit einhergehenden Probleme. Eine Fokussierung ist kaum möglich, es sei denn, man widmet sich den Dingen und nimmt sich die Zeit. Philosophische und psychologische Momente münden in politische und theologische Strukturen. Auf mehreren Gemälden sind Geistliche zu sehen, die in einer Art Prozession durch das Bild schreiten. Begleitet werden diese von Hybriden in nahezu bizarrer Ausführung. Ein stringenter Glaube oder eine Richtung scheinen nicht gemeint zu sein. Schmitt fordert viel mehr eigene Denkprozesse.

Der Mensch soll sich nicht mit vorgefertigten Mechanismen begnügen, sondern selbst zum Forscher und zum Erfinder seiner Welt werden.

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