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One-Artist-Windows (die zweite)

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ONE-ARTIST-WINDOWS (die zweite)

ab 01.08.2020 – Königspassage, Münster

In Zeiten von Corona mag keiner gern in geschlossene Räume gehen, schwere Zeiten also für Galerien. So lassen sich diese derzeit eine Menge einfallen, um die Kunst dem Publikum nahe zu bringen. Hierfür ist das Internet natürlich eine ideale Plattform. Gerade in den letzten Monaten sind große Schritte im Bereich digitaler Präsentation gemacht worden.
Für manch einen ist die Kunst jedoch etwas, das man gern »in natura« erleben möchte, insbesondere wenn es um dreidimensionale Kunst geht. Deswegen mussten Ideen her, um die Kunst zum Betrachter zu bringen, d. h. zum Beispiel sie in den urbanen Raum zu stellen.

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Mit den ONE-ARTIST-WINDOWS startet das ARTLETstudio in enger Zusammenarbeit mit der KUNSTHALLE SCHNAKE ab dem 18. Juli in der Königspassage im Zentrum Münsters eine kleine Ausstellungsreihe, die in einem 2-wöchigen Rhythmus in den einander schräg gegenüberliegenden Schauvitrinen Arbeiten bekannter sowie neuer Künstler beider Galerien in den Fokus stellt.

Die zweite Runde zeigt mit Babette Hintz eine Künstlerin aus dem Norden des Landes, die zu den Nominierten des ARTAWARD 2020 gehörte und deren Miniatur-Objekte auch auf der Messe ART & ANTIK auf dem Wettbewerbsstand viel Beachtung fanden. Hinzu kommt mit Marcus Günther ein Maler und Installationskünstler, dessen neueren Werken man eine gewisse prophetische Gabe zuerkennen muss, wenn man seine gut verpackten, sozial deutlich distanzierten Protagonisten betrachtet.

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Babette Hintz

ist eine der nominierten Künstlerinnen des ARTAWARD 2020. Sie schreibt zu ihren Arbeiten:
„Die Idee zu den kleinen Robbies trage ich schon recht lange in mir und habe auch bereits seit längerem mit viel Freude alles Mögliche an Material aufgehoben, das vielleicht verwertbar sein könnte. Die konkrete Umsetzung wurde jedoch leider immer wieder aufgrund anderer Arbeiten verschoben, tatsächlich bis zur Ausschreibung des ARTLETstudios, die mich direkt derart begeistert hat und so auf den Punkt zu meinen schlummernden Ideen passte, dass es endlich losging … Dabei macht es mich ausgesprochen glücklich, neben der Malerei auch handwerklich arbeiten zu können, schrauben, bohren, tüfteln und mit den diversen Materialien umgehen zu können und dabei auch gefordert zu sein, Lösungen zu finden. Ohne es näher intellektuell greifen zu wollen, kommen die Robbies neben allen möglichen Einflüssen letztendlich direkt von Herzen und dürfen für mich – und alle Beteiligten, die das teilen möchten – im Kern trotz oder gerade wegen aller Einflussfaktoren pure Freude sein.“

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Marcus Günther

lebt und arbeitet in Düsseldorf. Er sagte uns zu seinen Arbeiten:
„In einem Mix aus Optimismus und Pessimismus, zwischen Pop Art und Surrealismus, setze ich mich mit dem Menschen in seiner Umwelt auseinander. Der Ursprung meiner Arbeiten findet sich in meinen audiovisuellen Erfahrungen, z.B. Filmen, Fotos, Berichten, Worten, Musik und Träumen. Aus der Selektion und Kombination eben dieser Wahrnehmungen entstehen meine Bilder. Vorhanden sind Tragödie, Komödie, Zustimmung und Revolte, scheinbar Banales und Ausgefallenes. Meine Momentaufnahmen sind immer auch Zeugnisse vom eigenen, inneren Steinbruch, auf dem sich Körper, Linien und Flächen imaginärer Traumwelten abbilden. Ich vermische Traum und Wirklichkeit, scheinbare Widersprüche füge ich zusammen. Jedes noch so unscheinbare Detail wird zur Zünd- oder Nabelschnur.  Die unfassbare Vielfalt von Eindrücken lässt hierbei immer wieder Neues erwachsen und weil das Ganze nicht darstellbar ist, bleibt noch viel zu behaupten.“

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